Stichtagserhebung

In Bayern lebten im Jahr 2003 4.303 Alleinstehende, die über keine eigene Wohnung verfügten. Sie konzentrieren sich auf die städtischen Zentren München (49%) und den Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen (25%) während in den Landkreisen nur ein kleiner Teil (17%) lebt.

Die soziodemografische Struktur zeigt eine Dominanz der Männer (85%), der Anteil Nicht-Deutscher (9%) entspricht dem in der Gesamtbevölkerung, die Altersverteilung weist die ab 40-jährigen als am stärksten vertretene Gruppe auf (68%).

Dass die alleinstehenden Wohnungslosen zur Armutsbevölkerung gehören, wird durch die Struktur der Einkünfte bestätigt, die aus Transfereinkommen in Form von Sozialhilfe (73%), Arbeitslosengeld/-hilfe (12%) und Rente (7%) bestehen; nur eine kleine Gruppe (8%) verfügt über Erwerbseinkommen, meist aus ungesicherten Beschäftigungsverhältnissen.

Wohnungslos bedeutet: Untergebracht in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe einerseits (45%), in prekären Verhältnissen wie Pensionen, Notschlafstellen (48%) andererseits. Wohnungslos auf der Straße (4%) wurden – durch die Methodik bedingt – nur zu einem geringen Teil erfasst. Die zeitliche Dimension – seit wann wohnungslos – zeigt ein extrem breites Spektrum von kurzfristigen Phasen bis zu einem Jahr (30%) bis zu Wohnungslosigkeit von mehr als 5 Jahren (27%), gut ein Drittel liegt zwischen diesen beiden Zeiträumen.

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