Fachveranstaltung und Festakt: 40 Jahre Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe München und Oberbayern.
Seit dem 01.01.1986 setzt die Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe München und Oberbayern/ Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern seit nunmehr exakt 40 Jahren Maßstäbe bei der (Weiter-)Entwicklung innovativer Ansätze sowie fachlicher Lösungen in der Wohnungsnotfallhilfe. Ganz im Sinne unserer freiheitlich- demokratischen Grundordnung und des mit Ewigkeitsgarantie im Grundgesetz der Bundesrepublik festgeschriebenen Sozialstaatsprinzips trägt die Arbeitsgemeinschaft und Koordination ihren Teil dazu bei, dass von Obdach- und Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Menschen ihre bestehenden Rechtsansprüche verwirklichen können und geltendes Recht konsequent umgesetzt wird. Bayern insgesamt- dazu München und Oberbayern im Besonderen- genießen mittlerweile durch die Initiierung und Umsetzung verschiedener fachlicher Meilensteine wie beispielsweise der Empfehlungen für das Obdach- und Wohnungslosenwesen in Bayern auf kommunaler, Bezirks- sowie Landesebene bundesweite Aufmerksamkeit und ernten äußerst positive Resonanz- insbesondere für die aktive Bearbeitung der Zuständigkeiten sowie der sich daraus ergebenden Schnittstellen unterschiedlicher Kostenträger und diverser Akteure der Wohnungsnotfallhilfe im komplexen Verwaltungsdesign unseres schönen, starken und vielfältigen Bundeslandes. Weder die Gründung der Arbeitsgemeinschaft zum 01.01.1986, noch die skizzierte Arbeit wären ohne die starken Kooperationspartner Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Bezirk Oberbayern und Landeshauptstadt München sowie die engagierten Kräfte der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege weder dem Gründer Thomas Bellwinkel (+), noch seinem Nachfolger Thomas Duschinger (+) oder dem aktuellen Geschäftsführer und Koordinator Jörn Scheuermann so möglich gewesen. Deshalb wurde am 12.10.2026 innegehalten und im Rahmen einer Fachveranstaltung mit dem Titel ‚In eigener Sache‘ den Festakt das 40jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft und der Koordination im altehrwürdigen Schlachthof zu München mit folgendem vorläufigen Programm gefeiert, um einen wertschätzenden Blick in die Vergangenheit, aber nach einer Standortbestimmung auch in die Zukunft zu wagen, moderiert von keiner geringeren als der grandiosen Kabarettistin und Schauspielerin Luise Kinseher:
München: Kampf der Wohnungsnot- Bericht über die Mietmachen München gGmbH sowie über das Netzwerk Wohnungslosenhilfe München in der BR Abendschau.
3000 Sozialwohnungen kann die Landeshauptstadt München jährlich vergeben- die Zahl der Bewerbungen jedoch ist zehnmal so hoch. Mit Hilfe von Stiftungen und Privatwirtschaft gibt es nun eine Initiative, die Wohnungen für „Normalverdiener“ zur Verfügung stellen will: Das Netzwerk Wohnungslosenhilfe München e.V. und die Mietmachen München gGmbH.
Auswertung der Bundeswohnungslosenstatistik für Nordbayern: Zahlen aus Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, Oberpfalz seit 2023.
Die Koordination Wohnungslosenhilfe Nordbayern hat die Zahlen der jährlich durchgeführten bundesweiten Stichtagserhebung des statistischen Bundesamtes zur Bundeswohnungslosenstatistik für Nordbayern in folgender Übersicht zusammengestellt:
Auswertung der Bundeswohnungslosenstatistik für Südbayern 2026: Zahlen aus Schwaben, Oberbayern und Niederbayern- since 2022.
Die Bundesländer Nordrhein- Westfalen und Bayern machen mit eigenen landesweiten Erhebungen zu den Zahlen obdachloser und wohnungsloser Menschen schon seit einigen Jahren eine deutlich verbesserte Sozialplanung und in diesem Zuge Förderprogramme wie den Aktionsplan ‚Hilfe bei Obdachlosigkeit‘ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales zur Verbesserung und den Ausbau ambulanter Beratungsstrukturen möglich. Es ist in der Folge 2022 nach einiger Planungs- und Vorlaufszeit inkl. Gesetzgebungsverfahren erstmalig gelungen, eine bundesweite Erhebung durchzuführen- die Zahlen ordnungsrechtlich untergebrachter Personen, die immer auch als Fingerzeig auf potenzielle individuelle Rechtsansprüche auf Leistungen gemäß der §§ 67- 69 SGB XII interpretiert werden müssen, sind nun 2026 zum fünften Mal bis auf die Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise zum Stichtag 31.01.2026 ausgewiesen.
Die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern hat die Zahlen der bundesweiten Stichtagserhebungen des statistischen Bundesamtes zur Bundeswohnungslosenstatistik für Südbayern seit 2022 zusammengetragen:
Prävention von Wohnraumverlust im LK Eichstätt- Wohnung behalten!
Dank der finanziellen Unterstützung des Netzwerks Wohnungslosenhilfe München konnte die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe München und Oberbayern/ Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern mit fachlicher Beratung durch den Ambulanten Fachdienst Wohnen München des Katholischen Männerfürsorgevereins e.V. eine Informationsbroschüre entwickeln, welche leicht verständlich und übersichtlich eine klare Botschaft sendet: Auch wenn das Kind gefühlt schon in den Brunnen gefallen zu sein scheint- es kann in vielen Fällen noch etwas getan und der Verlust der Wohnung verhindert werden!
Die nun auch Dank der Kooperation mit dem Träger INTEGRA Soziale Dienste gGmbH für den Landkreis Eichstätt vorliegende Broschüre wurde erstmalig für die Landeshauptstadt München konzipiert und kann auf jede Gebietskörperschaft (kreisfreie Stadt/ Landkreis) angepasst werden- nehmen Sie einfach Kontakt mit der Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern auf, am besten via Email: info@wohnungsnotfallhilfesued.bayern
452 900 untergebrachte wohnungslose Personen Ende Januar 2026 in Deutschland.
Zum Stichtag 31. Januar 2026 waren in Deutschland nach den Meldungen von Kommunen und Einrichtungen rund 452 900 Personen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verringerte sich die Zahl damit gegenüber dem Vorjahr lediglich um 5 % oder 21 800 Personen (2025: 474 700). Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) sieht hier zurecht eine Verfestigung der Wohnungslosigkeit in Deutschland auf hohem Niveau.
Die Statistik erfasst wohnungslose Personen, die zum Stichtag 31. Januar beispielsweise in überlassenem Wohnraum, Sammelunterkünften oder Einrichtungen für Wohnungslose untergebracht waren. Obdachlose Personen, die auf der Straße leben, sowie Formen von verdeckter Wohnungslosigkeit (zum Beispiel bei Bekannten oder Angehörigen untergekommene Personen) werden nicht berücksichtigt. Sie sind aber Teil der begleitenden Wohnungslosenberichterstattung, die das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen alle zwei Jahre durchführt.
‚Obdachlosigkeit ist eine Sache der Kommunen- nicht wirklich falsch, aber irreführend‘- ein Beitrag der Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern in der Fachzeitschrift ‚Wohnungslos‘ der BAG W, #1/2-2026
Die Doppelausgabe der Fachzeitschrift wohnungslos dokumentiert zentrale Beiträge der BAG W-Bundestagung 2025 unter dem Titel ‚Gemeinsam für Menschenwürde-Solidarität-Wohnung-Rechtsanspruch‘. Im Fokus stehen aktuelle fachliche, rechtliche und politische Herausforderungen der Wohnungsnotfallhilfe: von Unterbringung und Leistungszugängen über Housing First und Finanzierungsfragen bis hin zu Zwangsräumungen, frauenspezifischen Bedarfen und psychischer Gesundheit von Fachkräften. Ergänzt wird das Heft durch die rechtliche Einordnung einer Entscheidung des LSG Mecklenburg-Vorpommerns zur Mietschuldenübernahme auch bei formal unangemessenen Unterkunftskosten sowie aktuelle Fachpapiere der BAG W. Die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern skizziert die Möglichkeiten der Finanzierung einer Fachberatungsstelle Wohnungsnotfallhilfe.
‚Obdachlosigkeit ist eine Sache der Kommunen- halb wahr, halb falsch‘- ein Beitrag der Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift ‚Der Bayerische Bürgermeister‘.
Information, Beratung und praktische Arbeitshilfe für die Kommunalverwaltung wie auch für kommunale Mandatsträger bestimmen das redaktionelle Konzept der digitalen Fachzeitschrift. Die aktuelle Ausgabe befasst sich mit dem Megathema Sozialausgaben. Hierzu trägt die Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern in einem Fachartikel bei, dass (drohende) Obdach- und Wohnungslosigkeit erfolgreich vermieden und überwunden werden kann, wenn die Gemeinden und die örtlichen Träger der Sozialhilfe Ihre Zuständigkeiten eng miteinander verzahnen und aufeinander abstimmen. Gerade in Zeiten von Entbürokratisierung und Reform des Sozialstaats muss man mit Blick ins SGB XII konstatieren: Zu diesem Sujet hat der Gesetzgeber schon vor Jahren eigentlich an so ziemlich alles gedacht, was man für eine unbürokratische und möglichst kostengünstige Lösung braucht- ein Plädoyer zum Nutzen dieser Möglichkeiten.
FEANTSA Forum in Warschau- mit Beteiligung der Koordination Wohnungslosenhilfe Südbayern.
Beim diesjährigen FEANTSA Forum in Warschau kamen über 500 Akteur*innen aus ganz Europa zusammen, um aktuelle Herausforderungen in der Wohnungsnotfallhilfe zu diskutieren: von Housing First und Gesundheit über Frauen in Wohnungsnot bis hin zu Migration, Prävention und der Zukunft der europäischen Wohnungspolitik.
Für die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. nahm Martin Kositza teil, der erneut in das Executive Committee von FEANTSA gewählt wurde. Die BAG W freut sehr über die Wiederwahl und das damit verbundene Vertrauen.
Den Abschluss des Forums bildete das Panel ‚Building Resilience in the Homeless Sector‘, bei dem Jörn Scheuermann, Vorstandmitglied der BAG W, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnotfallhilfe München und Oberbayern sowie im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales für die Koordination der Wohnungslosenhilfe in Südbayern (Schwaben, Ober- und Niederbayern) betraut, über Strategien für eine widerstandsfähige Wohnungslosenhilfe in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit und politischer Herausforderungen diskutierte. Deutlich wurde: Der europäische Austausch bleibt wichtiger denn je.
Paritätischer Armutsbericht 2026: Soziale Spaltung verschärft sich. 13,3 Millionen Menschen leben in Armut.
Der neuer Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes mit dem Titel „Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit“ enthält alarmierende Befunde: 13,3 Millionen Menschen leben in Armut, die Armutsquote steigt auf 16,1 Prozent. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen. Während Armut insgesamt zunimmt, verfestigt sie sich besonders bei Älteren, Frauen und Alleinerziehenden. ‚Wir sehen eine Gesellschaft, die sozial weiter auseinanderdriftet. Menschen spüren das. Jetzt immer neue Kürzungen zu diskutieren, schürt Angst und Unsicherheit. Das spielt Populisten und Extremisten in die Hände‘, erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.